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Volume 11, Issue 2, March 2006

Volume 11, Issue 4 – October 2006

11-2

Full Text | PDF (1,3 MB)

João Pedro Barreiros, Manuel Teves and João Rodeia: First record of the Harbour Porpoise, Phocoena phocoena (Cetacea: Phocoenidae) in the Azores (NE Atlantic), pp. 45-46

Occurrence of Phocoena phocoena (Cetacea: Phocoenidae) in the Azores.

The harbour porpoise (Phocoena phocoena) is a small cetacean widely distributed on both sides of the North Atlantic. It is a coastal species seriously threatened by fishing, pollution and environmental changes (Donovan & Bjørge, 1995; Palka et al., 1996) with some populations, such as those from the Baltic, North and Black seas, drastically dwindling…

 

Abstract | Full Text | PDF (96 KB)

Phocoena-500

 

 

 

 

Detail of the stranded Phocoena phocoena from Terceira Island (Azores, Portugal) showing a shark bite on its left lower head. Photo by JPB © imagDOP.

 

 


Eugene K. Balon: The oldest domesticated fishes, and the consequences of an epigenetic dichotomy in fish culture, pp. 47-86

Zusammenfassung

Es ist ein Irrtum, daß der Karpfen ursprünglich in China domestiziert wurde. Die Farbabweichungen mit dem Namen Nishikigoi tauchten in den 1950er Jahren massenhaft aus der japanischen Präfektur Niigata auf. Diese Zierkarpfen mit der Bezeichnung Koi sollten zu den teuersten Fischen der Welt werden; einige preisgekrönte Exemplare erzielten mehr als eine Million Dollar. Die Kriterien der Domestikation oder Nutztierhaltung werden im Hinblick auf die Fische erläutert. Vor rund 2000 Jahren kam der wildlebende Gemeine Karpfen im Binnendelta des Flusses Danubius – der Donau –, am Nordrand der wichtigen römischen Provinz Pannonia, sehr häufig vor. Die Römer hielten die Fische in speziell angefertigten piscinae. Der Gemeine Karpfen war damals der widerstandfähigste Fisch, den man kannte, und er war deshalb am besten geeignet, die primitiven Transportmethoden jener Zeit zu überstehen. Die Haltung von Karpfen in Teichen wurde erst im Mittelalter üblich, als das Fasten durchgesetzt worden war und der Bedarf an Fastenspeisen anstieg. Die Zucht des Gemeinen Karpfens und der Bau der Teiche entwickelten sich zum profitabelsten Zweig der Landwirtschaft in Mitteleuropa. Ein gewisses Maß an unbeabsichtigter künstlicher Auslese hatte zwischen dem zwölften Jahrhundert und der Mitte des vierzehnten bereits stattgefunden. In fast jedem Teichsystem tauchten bereits Zuchtformen mit dickem Körper, mit variablem Schuppenmuster und ganz ohne Schuppen auf. In China hatte man eine Zuchtform aus einem viel kleineren Cypriniden namens chi entwickelt, der dort von altersher zu Nahrungszwecken gefangen wurde. Dieser silbergraue chi, besser als Goldfisch bekannt, Carassius auratus, trat ab und zu in einer gelblichen Farbvariante auf. Diese sogenannten roten Goldfische sind bereits seit Beginn der Sung-Dynastie um 960 A.D. belegt. Im 13. Jahrhundert waren die Fische bereits zahm geworden und wurden als Zierfische in den Gartenteichen reicher Landbesitzer gehalten. Vom Ende des 13. bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts hielten die Chinesen den goldenen Chi in aquarienähnlichen Gefäßen, und bald züchteten arme wie reiche Leute modische Zierformen des Goldfischs. Die verschiedensten exzentrischen Körperformen und Farbabweichungen fanden damals ihre Liebhaber, teilweise bis heute. In neuerer Zeit wurden in der Hobby-Aquaristik andere Arten Gegenstand der Domestikation, wie der Guppy, Poecilia reticulata, und der Neonsalmler (-tetra), Paracheirodon innesi. Viele andere Fische werden nur aus wirtschaftlichen Gründen, wie Nutztiere also, gehalten, sei es als Zierfische wie Schwertträger, Platys, Discus, Kaiserfische, sei es zu Nahrungszwecken wie Regenbogenforelle, Wels und Stör. Das Auftreten abweichender Phänotypen bei einigen Arten wird erklärt. Die altricialen (weniger spezialisierten) oder precocialen (mehr spezialisierten) Abweichungen werden durch Unterschiede in der Versorgung mit endogener Nahrung (z.B. Eidotter) und andere Faktoren in der frühen Entwicklung verursacht und sind eine Reaktion auf Umweltveränderungen. Die Entwicklung von Lebewesen, ihre Natur-geschichte – die indirekte mit Larven mit äußerer Nahrungs–aufnahme bis hin zur direkten ohne Larven – wird ständig nachkorrigiert, um zu der sich wandelnden Umwelt oder Systemen, die von Menschen geschaffen sind, zu passen. Wenn man diesen Wandel rechtzeitig erkennt, kann man wichtige Schlussfolgerungen daraus für Aufzucht Systeme ziehen.  

Abstract | Full Text | PDF (1,2 MB)

Carp-500

 

 

 

Chi, the wild ancestor of goldfish, Carassius auratus, from a side water of the Li River near Yangshuo, China. Photo by E. K. Balon, 2005.


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Rossella

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