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Volume 6, Issue 4, March 2003

Volume 6, Issue 4 – March 2003

06-4

Full Text | PDF (1,1 MB)

Leonardo Francisco Machado, Áthila Bertoncini Andrade, Maurício Hostim–Silva and João Pedro Barreiros: Habitat use by the juvenile dusky grouper Epinephelus marginatus and its relative abundance, in Santa Catarina, Brazil, pp. 133-138 

Zusammenfassung

Der Braune Zackenbarsch (Epinephelus marginatus) isteine Art, deren Bestand-Managment besondere Beachtung verdient. Die Art nimmt eine wichtige Rolle in den Ökosystemen harter Meeresböden ein, und als protogyner Hermaphrodit ist sie besonders empfindlich gegen Überfischung. Daten über die Biotopausnutzung dieser Art und die damit verbundenen Umwelt- und Verhaltensparameter, die den Bestand beeinflussen, können für verbesserte Bewirtschaftung und Erhaltungsstrategien von Nutzen sein. Das Ziel dieser Untersuchung war die Auswertung der Einflüsse von Bodenmaterial, Temperatur und Artverhalten auf den Bestand von E. marginatus, unter Verwendung eines Quadrates für visuelle Zählung. Ein Gebiet von 80 m2, entlang felsiger Küsten, an vortretenden Felsen und auf Sandbiotopen wurde in monatlichen Abständen inspiziert. Die beobachtenden Dichten der vorkommenden Jungfische waren wie folgt: 1.16 Zackenbarsche pro Quadratmeter entlang der Felsenküste und 1.47 Zackenbarsche an vorstehenden Felsen, während auf dem sandigen Boden keine Zackenbarsche gefunden wurden. Auswertung der jährlichen Bestandsvariation zeigte ein treibendes Muster von Verteilung und Zusammenkommen an. Die in der Studie untersuchten Größengruppen befanden sich alle unterhalb der ersten Ausgewachsenen-Länge.

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6-4_Epinephelus

 

Dusky grouper juvenile (Epinephelus marginatus). Photo by J. P. Cauduro Filho

 

 

Wilson J. E. M. Costa, Cristiano R. Moreira and Flávio C. T. Lima: Simpsonichthys cholopteryx n. sp. (Cyprinodontiformes: Rivulidae: Cynolebiatinae):  a new dwarf annual fish from the upper Rio Araguaia basin, central Brazil, pp. 139-144

Zusammenfassung

Simpsonichthys cholopteryx n. sp., eine neue Art die im oberen Rio Araguaia Becken, Zentralbrasilien, gefangen wurde, wird hier beschrieben. Die Art gehört zu einer Gruppe die S. boitonei und S. parallelus mit einschließt und die durch die Abwesenheit von Bauchflossen und eines Beckengürtels gekennzeichnet ist. Die neue Art wird als Geschwistergruppe zu S. parallelus angesehen; beide teilen sich die apomorphen Farbmuster von Schwanzflosse und Iris in männlichen Tieren, die geringe ausgewachsene Größe, sowie die Abwesenheit von Zähnen am zweiten Kiemenbogen. Sie unterscheidet sich von S. boitonei und S. parallelus in den Farbmustern der Seite und in den unpaarigen Flossen der Männchen, sowie durch die größere Anzahl von Strahlen in der Afterflosse der Weibchen. 

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6-4_Simpsonichthys

 

 

Simpsonichthys boitonei, UFRJ 4988, male, 36.3 mm SL; Brazil: Distrito Federal: Brasília. Photo by W. J. E. M. Costa


Jeffrey T. Williams and Julie H. Mounts: Descriptions of six new Caribbean fish species in the genus Starksia (Labrisomidae), pp. 145-164

Zusammenfassung

Ausgedehnter Fischfang in der Karibik während der vergangenen vier Jahrzehnte unter Anwendung von Rotenon hat zu erheblicher Erhöhung der Anzahl kryptischer Fischexemplare in Museumsammlungen geführt. Unter diesen entdeckten wir Vertreter von sechs neuen kryptischen Fischarten, die zu den Starksia fasciata- und S. sluiteri-Artenkomplexen gehören. Hier werden Beschreibungen folgender Arten gegeben: S. leucovitta von Navassa Island; S. melasma von Mona Island, Puerto Rico und von Buck Island Reef National Monument, St. Croix; S. multilepis von Fernando de Noronha und von Atol das Rocas, Brasilien; S. rava von Tobago, Trinidad und Tobago; S. sella von Tobago, Trinidad und Tobago, die allzu dem S. sluiteri-Komplex gehören; und im S. fasciata-Komplex, S. smithvanizi von Buck Island Reef National Monument (St. Croix), Navassa Island, St. Barthelemy und Dominica. Starksia fasciata ist nur auf den Bahamas im nördlichen Kuba zu finden. Wir fügen auch einen Bestimmungsschlüssel mit diagnostischen Kennzeichen für die 21 Arten aus dem westlichen Atlantik bei (Arten im S. ocellata-Komplex werden nur im Schlüssel bestimmt). Die hier enthaltenen Beschreibungen bringt nun die Gesamtzahl der anerkannten Starksia Arten im westlichen Atlantik auf 21.

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6-4_Starksia

 

 

 

Starksia leucovitta n. sp.: top, USNM 361112, holotype, 24.1 mm SL male (preserved specimen); middle, USNM 361057, paratype, 22.5 mm SL female; bottom, 10.5 mm SL juvenile, all from Navassa Island. Photos by J. T. Williams and J. H. Mounts

 

 


Thelma L. P. Dias and Ierecê L. Rosa: Habitat preferences of a seahorse species, Hippocampus reidi (Teleostei: Syngnathidae) in Brazil, pp. 165-176

Zusammenfassung

Ausgehend von der ersten Feldstudie einer Seepferdchenpopulation im westlichen Südatlantik, wird hier über die Habitatpräferenzen von Hippocampus reidi berichtet. Daten über festklammernde Jung- und Adultfische in Nordost-Brasilien in der Zeit von Oktober 2000 bis Dezember 2001, während täglicher, vierstündiger Unterwasserbeobachtungen über eine Zeitspanne von 45 Tagen hin, werden aufgelistet. Diese visuelle Stichproben-Zensusmethode wurde während Schnorchel- sowie SCUBA-Tauchgängen angewandt. Das Vorkommen von Seepferdchen an jedem Anklammerungspunkt wurde auf einer Unterwasser-Schiefertafel aufgezeichnet, gefilmt und photographiert. H. reidi benutzte insgesamt 18 verschiedene Anklammerungsobjekte, wobei die Makroalgen Caulerpa racemosa und C. kepfi, die Seescheide Ascidia nigra und Wurzeln der Mangrovenpflanzen Avicennia schaueriana und Rhizophoira mangle in der Mehrzahl waren. H. reidi wurde auch in Felsspalten und auf Schlammboden anlehnend gefunden. Während der Anklammerung wurd H. reidi beim Fressen (meistenteils als Jungtiere) sowie in Balzverhalten teilnehmend, beobachtet. Bei Gezeitenwechsel, sah man die Seepferdchen mit der Strömung schwimmen, ohne sich dabei offensichtlich mit einer besonderen Aktivität zu befassen. Das Ergebnis dieser Studie deutet an, das Strategien für den Schutz der Seepferdchen-Populationen in Brasilien sich vorrangig mit Biotoperhaltung beschäftigen sollten. Die Algen der Gattung Caulerpa bilden möglicherweise die wichtigsten Anklammerungsobjekte für junge, sowie ausgewachsene H. reidi.

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6-4_Hippocampus

 

 

 

 

Hippocampus reidi, male. Photo by Bertran M. Feitoza

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Rossella

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