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Volume 8, Issue 1, February 2004

Volume 8, Issue 1 – February 2004

08-1

Full Text | PDF (1,2 MB)

Ivan Sazima and Cristina Sazima: Daytime hunting behaviour of Echidna catenata (Muraenidae): why chain morays foraging at ebb tide have no followers, pp. 1-8  

Zusammenfassung

Untersucht wurde das tagaktive Verhalten der Kettenmuräne Echidna catenata beim Fang von Krabben (Grapsiden) auf bei Ebbe frei liegenden Riffen und in Gezeitentümpeln im Gebiet des Fernando-de-Noronha-Archipels im äquatornahen West-Atlantik (03°50´S, 32°25´W). Vier Jagdtechniken konnten im Wasser und außerhalb des Wassers festgestellt werden: (1) Suche an Tümpelrändern und auf Felsgrund, gezielte Kontrolle von Spalten und Löchern; (2) heimliche Annäherung an vorher gesichtete Beutetiere; (3) Verfolgungsjagd; (4) Auflauern der Beutetiere vom Versteck in Spalten und unter Steinen. Wegen der Bandbreite der eingesetzten Techniken und der überwiegend optischen Kontrolle, allgemein wegen der wenig auffälligen Form des Nahrungserwerbs, ziehen die Kettenmuränen bei der Krabbenjagd kaum oder gar nicht die Aufmerksamkeit Gezeitentümpel bewohnender Fische auf sich. Ein Teil des Nahrungserwerbs erfolgt außerhalb des Wassers auf frei liegendem Riffgrund, sodass Fische der Muräne gar nicht folgen und das Beutefangverhalten zu ihrem Vorteil nutzen können.

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Echidna540

 

 

 

A large (65 cm TL) chain moray, Echidna catenata, searching for a crab it had struck at and missed (seen on the rock above and to the left of the moray). Photos by I. Sazima

 

 

Javad Ghasemzadeh, Walter Ivantsoff  and Aarn: Historical overview of mugilid systematics, with description of Paramugil (Teleostei; Mugiliformes; Mugilidae), new genus, pp. 9-22 

Zusammenfassung

Nach einer historischen Übersicht zu den systematischen Beziehungen der Vertreter der Mugilidae mit 17 Gattungen und 80 Arten dargestellt und als eines der fünf Taxa verstanden, die zu den “Smegmamorpha” gehören. Die neue Gattung Paramugil wurde an Stelle von P. georgii und P. parmata eingerichtet. Genannt werden 18 morphologische und osteologische Unterscheidungsmerkmale zwischen Paramugil und Liza und /oder Mugil und/oder Valamugil.

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Paramugil540

 

 

 

Paramugil parmatus, NTM S.10469-014, 82.2 mm SL. Arrow indicates position of anus

 

 

 

Gerald R. Allen and Roger C. Steene: Chaetodontoplus vanderloosi, a new species of angelfish (Pomacanthidae) from Papua New Guinea, pp. 23-30

Zusammenfassung

Unter dem Namen Chaetodontoplus vanderloosi wird eine neue Art der Kaiserfische auf der Grundlage von drei Exemplaren beschrieben, die an der Samarai-Insel in Papua-Neuguinea, Milne Bay Province, 1972 und 2003 mit 117,8 bis 125,2 mm SL gesammelt wurden. Die neue Art ist mit C. dimidiatus und C. melanosoma von Indonesien und den Philippinen eng verwandt, unterscheidet sich aber in der Farbgebung. Sie ist hauptsächlich schwarz, nur Kopf und vorderer Teil des Rückens sind hellgrau bis fast weiß gefärbt, auch die Schwanzflosse ist vorwiegend schwarz, bis auf einen breiten gelben Rand im hinteren Bereich. Kleine Jungtiere sind ebenfalls überwiegend schwarz, zeigen aber in der Mitte des Kopfbereichs einen gelben Streifen, außerdem einen gelben diagonalen Streifen mit dem Ausgangspunkt kurz vor der Rückenflosse bis hin zu den Bauchflossen, einen breiten gelben Rand, der den Großteil der Rückenflosse einnimmt, sowie eine gelbe Schwanzflosse mit einem submarginalen schwarzen Streifen.

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Underwater photograph of Chaetodontoplus vanderloosi, adult, approximately 120 mm SL, Milne Bay Province, Papua New Guinea. Photo by R. Steene


Jansen Zuanon and Ivan Sazima: Vampire catfishes seek the aorta not the jugular: candirus of the genus Vandellia (Trichomycteridae) feed on major gill arteries of host fishes, pp. 31-36

Zusammenfassung

Die Arten der Schmerlenwels-Gattung Vandellia ernähren sich vom Blut anderer Fische, wobei sie gewöhnlich in die Kiemenhöhle ihrer Wirtstiere eindringen. Bisher wusste man jedoch nichts darüber, wo genau sich diese “Vampirfische” in der Kiemenhöhle festsetzen, um Blut aufzunehmen. Bei unseren Untersuchungen konnten wir nachweisen, dass zwei der Arten – Vandellia cirrhosa und V. sanguinea – die Hauptschlagadern aufsuchen. Beide Arten beißen am häufigsten in die ventralen oder dorsalen Arterien und nutzen höchstwahrscheinlich den Blutdruck des Wirtsfisches, um das Blut in den eigenen Körper aufzunehmen. Nach unseren Ergebnissen benötigen die Schmerlenwelse keinen speziellen Saug- oder Pumpmechanismus, um sich das Blut des Wirtstiers möglichst rasch einzuverleiben, sie benutzen lediglich ihre nadelspitzen Zähne zu einem Einstich in die Arterie. Die bisherige Beschreibung, es handle sich um “blutsaugende” Fische, erweist sich damit als missverständlich.

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Vandellia cirrhosa taking blood in the gill chamber of a Colossoma macropomum host: positioned at the lower corner of the gill chamber (below), and somewhat higher (above). Note a little blood escaping from the gill chamber. Photos by I. Sazima

 

 

 

John E. Randall and John L. Earle: Novaculoides, a new genus for the Indo-Pacific labrid fish Novaculichthys macrolepidotus, pp. 37-43 

Zusammenfassung

Der neue Gattungsname Novaculoides wird für die eine Art vorgeschlagen, die bisher als Novaculichthys macrolepidotus (Bloch) bezeichnet wurde. Die neue Gattung unterscheidet sich durch folgende Merkmale von Novaculichthys: vorne liegendes Paar von Eckzähnen in seitlich gebogenen Kiefern; zwei oder drei schräge Reihen kleiner Schuppen an den Wangen; Kopf kurz: 3,4 bis 3,65 in Standardlänge (SL); Rumpf mäßig länglich, Tiefe 2,8 bis 3,0 in SL; die längsten weichen Flossenstrahlen dorsal und anal etwa gleich lang; Bauchflossen der Männchen oft länger als der Kopf, 3,1 bis 4,2 in SL. Novaculichthys ist jetzt monotypisch für die Art taeniourus (Lacépède).

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Mature female Novaculoides macrolepidotus, 60 mm SL, Alphonse Atoll, Seychelles. Photo by J. Randall

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